babymassage

Babymassage

 

Streicheleinheiten für Körper und Seele des Babys

 

Schon unmittelbar nach der Geburt hat fast jede Mutter das Bedürfnis ihr Baby zu halten, zu spüren, zu streicheln. Fast instinktiv weiß sie, dass Körperkontakt die wichtigste Kommunikation mit ihrem Baby ist.

 

Baby-Massageöl

* am 20.09.2017 um 21:56 Uhr aktualisiert

* am 25.07.2017 um 23:32 Uhr aktualisiert

* am 25.07.2017 um 23:32 Uhr aktualisiert

 

babymassageDer französische Frauenarzt Frédérick Leboyer bezeichnete dies als stillen Dialog der Liebe zwischen einer Mutter und ihrem Baby. Ihm ist zu verdanken, dass dem uraltem, instinktiven Wissen um die Bedürfnisse eines Babys wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

 

Sanfte Berührungen helfen dem Neugeborenen in der Welt anzukommen. Während der ersten acht Lebenswochen ist es wichtig, das Kind viel zu halten und zu berühren. Die wichtigsten Sinneswahrnehmungen für das Baby sind Körperkontakt und Geruch.

Manches Baby weint, sobald man es abgelegt hat. Es kann noch nicht wahrnehmen, dass es nicht allein ist, wenn sich die Mutter in einer anderen Ecke des Raumes befindet. Das Gefühl allein zu sein, erzeugt höchste Anspannung und Existenzangst.

Eine enge Bindug zwischen Eltern und Kind entsteht nicht von selbst. Es ist ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. Nicht nur Nahrung und Fürsorge sind überlebenswichtig, sondern auch:

 

 

  • Körper- und Blickkontaktbaby massage babypflege
  • Geruch
  • Sprache und Stimme
  • Mimik und Gestik

 

Diese Bedürfnisse werden durch Babymassagen befriedigt. Sie stillen das intensive Bedürfnis des Babys nach Nähe

 

Während der Schwangerschaft gaben

 

  • Herzschlag der Mutter
  • ihre Bewegungen
  • der Atemrhythmus
  • die ständige Berührung und feste Umhüllung in der Gebärmutter

 

Geborgenheit. Das alles ist nach der Geburt plötzlich nicht mehr da. Sanfte Berührungen vermitteln dem Neugeborenen nicht allein zu sein und geben ihm die gewohnte Sicherheit.

 

Babymassage schafft eine tiefe Eltern-Kind-Bindung

Der intensive Körperkontakt bei einer Babymassage erzeugt körperliches und emotionales Wohlbefinden – und das nicht nur beim Kind.

Die liebevollen Berührungen während einer Babymassage setzen das Glückshormon Oxytocin frei. Es wird Stress abgebaut, man kann sich entspannen.

 

Babymassage – warum tut es dem Baby gut?

 

Babymassage – Nutzen für Eltern

  • Körperkontakt gibt das Gefühl geliebt und angenommen zu werden
  • Ist Voraussetzung für die Entwicklung von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein
  • Stärkt das Immunsystem und unterstützt Organfunktionen. Babys werden seltener krank.
  • Stimuliert den Lymphfluss und die Freisetzung von Verdauungshormonen
  • Sorgt für Bildung körpereigener schmerzlindernder Opiate, so genannter Endorphine – Schmerzen und Beschwerden können auf sanfte Weise gelindert werden.
  • Regt die Bildung von Wachstumshormonen an
  • Entspannt dir Muskulatur und fördert freie Beweglichkeit der Gelenke
  • Berührungsreize erhöhen das Mitteilungsbedürfnis durch Lautbildungen und verfeinern die Körpersprache
  • Wirkt beruhigend

Zeit für besondere Nähe und Konzentration nur auf das Baby

  • Steigert die Sensibilität durch Beobachten und Spüren
  • Man lernt, das Baby besser zu „verstehen“
  • Die beste Möglichkeit für Väter, eine intensive Beziehung zum Neugeborenen aufzubauen
  • Vermittelt Sicherheit im Umgang mit dem Baby
  • Fördert intensiven Körper- und Blickkontakt

 

babypflege baby massageSchon in den ersten Lebenstagen kann das Neugeborene sanft auf die Babymassage vorbereitet werden. Dazu bleibt das Baby bekleidet.

 

Säuglinge halten Arme und Beine noch dicht am Körper. Sie sind dabei leicht angewinkelt. Der Kopf liegt liegt meist auf einer Seite, denn die Halsmuskulatur ist noch zu schwach, um ihn gerade zu halten.

Einfache Massagegriffe können dem Baby helfen, seine Gliedmaßen zu entspannen. Die Körperspannung, die aus der Haltung im Mutterleib resultiert, wird dadurch sehr sanft gelöst. Man kann es mit dem Recken und Strecken vergleichen, welches größere Kinder unmittelbar nach dem Aufwachen praktizieren.

 

Sobald es das Baby genießt, nackt gestreichelt zu werden, kann man mit kurzen Massageeinheiten beginnen.

 

Was wird für eine Babymassage benötigt?

Babymassage ist sehr einfach zu erlernen. Sie erfordert keine teuren Gerätschaften. Man benötigt:

 

Babymassage bei Krankheit

  • Einen ruhigen Raum zum Wohlfühlen, am besten ohne störende Nebengeräusche
  • Einen warmen Raum – ideal sind 26°, denn ein Baby verliert nackt schnell an Körperwärme. Deshalb ist auch Zugluft unbedingt zu vermeiden
  • Zeit, um sich selbst zu entspannen – das Baby spürt Stimmungen und Gefühle
  • Zeit für die Massage
  • Kurze Fingernägel, um die zarte Babyhaut nicht zu verletzen
  • Eventuell ein natürliches Öl ohne Zusatzstoffe (z. B. Mandelöl)

 

Kranke Babys benötigen besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung. Nähe und liebevolle Zuwendung oder Berührung sind hier besonders wichtig. Dabei stehen nicht die technisch angewandten Handgriffe im Vordergrund.

Einfache Berührungen, Streicheln oder Halten können bei folgenden Beschwerden hilfreich sein:

 

  • Blähungen und Koliken
  • Erbrechen und Spucken
  • Muskelverspannungen
  • Zahnungsbeschwerden

 

 Bei Fieber sollte auf eine Massage verzichtet werden.

 

Obwohl Babymassagen im Krankheitsfall lindernd wirken kann, ersetzen sie nicht die Abklärung durch einen Arzt.


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